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Christo - Die Enthüllung des Verpackungskünstlers
ACHTUNG: DIESE SEITE IST FÜR MINDERJÄHRIGE NICHT GEEIGNET! Liebe Freunde, heute muss ich mich mit einem mir sehr ernsten Anliegen an Sie wenden. Sie wissen, dass mir Kunst in jeder ihrer Erscheinungformen sehr am Herzen liegt, da ich ja auch selbst ein Teil von ihr bin (meine Heidi schätzt vor allem meine Kunstwerke auf dem Gebiete der Elastik sehr). Nun ist allgemein bekannt, dass der persönliche - und zumeist schlechte- Geschmack des Betrachters, Lesers oder auch Zuhörers sehr differiert und dass darum eine Vielfalt innerhalb der Stile unausweichlich und auch wünschenswert ist. Ich finde jedoch, dass es auch für Kunst gewisse Grenzen geben sollte, und spätestens dann, wenn sie zu einer reaktionären Gehirnwäsche verbraucht wird, muss ich warnend meinen Zeigefinger oder etwas anderes erheben. Ausserdem möchte ich mich entschuldigen, dass ich ihnen im Zusammenhang dieser Abhandlung einige Bilder präsentieren muss, die die Gefühle vieler ehrlicher Nudisten unter ihnen verletzen müssen, die so grässlich und unästhetisch sind, dass sie speziell Heranwachsende davor schützen sollten. Ich habe lange mit Heidi darüber geredet, aber wir finden beide, dass es im Sinne der Aufklärung und der Ehrlichkeit notwendig ist, diese Bilder zu zeigen.
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Kunst war schon immer in der Lage, Botschaften zu transportieren, und jeder Künstler versucht auch, seine Absicht so deutlich wie möglich auszudrücken. Dem Künstler, um den es hier geht, gestehe ich auch zu, dass er hinter dem steht, was er tut, aber, liebe Freunde, wir sind auch verpflichtet, darauf zu achten, dass unsere Gesellschaft sich nicht zurückentwickelt, da sich doch in letzter Zeit Anzeichen mehren, dass die Akzeptanz des nudistischen Lebensstiles steigt. Wie müssen dann in diesem Zusammenhang die Werke des „Verhüllungskünstlers" Christo als einen Versuch betrachten, absichtlich das Rad der Geschichte zurückzudrehen und die konservativen Kräfte zu bestätigen. Im Gegensatz zu wahren Künstlern wie Houdini, die schon vor langer Zeit Zeichen dafür setzten, wie positiv sich das Befreien von Kleidung auf die Psyche und das Wohlbefinden auswirken kann, versucht Christo das Verhüllen von allerlei Objekten als einen Akt der Ästhetisierung zu verkaufen, was natürlich fürchterlich scheitern muss, wie sie anhand der folgenden Bilder sehr schnell werden feststellen können. Ich habe aber zunächst eher unbekannte Werke ausgewählt, die auch ein bezeichnende Licht auf die Entwicklung des Künstlers werfen. Seine frühen Arbeiten zeigen zumindest noch einen kleinen Schimmer von Praxisnähe oder rührender Naivität (hier beim versuchten Nachbau der chinesischen Mauer über den Lake Michigan):
die der gelernte Installateur aber immer mehr verlor. Schon die bald darauf folgende Auftragsarbeit für die Langnese-Niederlassung Amsterdam zeigt, dass Christo immer mehr dazu neigte, zu verhüllen und zu bedecken:
Als nächstes versuchte sich Christo am Verhüllen von Objekten und da er damals noch unbekannt war, musste er seine ersten Gehversuche auf diesem Gebiet heimlich unternehmen. Sie werden sich vorstellen können, dass die Angestellten in der schwedischen Zentrale von Microsoft am Morgen ziemlich überrascht waren, und dass auf die Aktion auch ein juristisches Nachspiel folgen könnte, würde mich nicht wundern:
Allerdings wird man auch mit dieser Art Publicity bekannt und bald bekam Christo grössere Aufträge und er wagte sich tatsächlich auch an lebende Objekte heran. Stellen sie sich vor, liebe Freunde des Nudismus, es ist ein wunderschöner Sonntagvormittag und die beste Zeit für den Familienausflug, Sie steigen vom Rad und wo einst ein Wald war, verschlägt Ihnen nun dieses Bild den Atem:
So schlimm dieses Foto auch schon ist, es ist noch nicht das Ende. Der logische nächste Schritt für Christos künstlerische Weiterentwicklung wird das Verhüllen von Menschen sein und was ist unästhetischer als ein Körper wie meiner oder der von Heidi, umhüllt von Stoffetzen oder gar Packpapier? Hier sehen sie schon eine Vorstudie, die ich über geheime Kanäle zugespielt bekam:
Dies ist seine Vision der zukünftigen Gesellschaft: verhüllte Gebäuden UND verhüllte Menschen. Ich glaube, sie teilen meine Empörung über dieses Konzept, ist es doch nicht nur ein Beispiel für altmodischstes Scheuklappendenken, sondern, und das in ganz besonderem Maße, eine künstlerische Bankrotterklärung eines in aller Welt gefeierten Genies. Wie so oft ist auch hier der Schein um ein Vielfaches grösser als das Sein und ich hoffe, ich konnte Sie zu einer angebracht kritischen Betrachtung der sogenannten modernen und doch offensichtlich antiquierten Kunst anhalten. Herzlichst Ihr Prof. Dr. Hans Hirtemann
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