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Tür an Tür mit Hitler - Rückführungen richtig gemacht Sehr verehrte Freunde der Natur- und auch der Grenzwissenschaften, sicher kamen auch Sie schon im Laufe Ihres Lebens mit der Esoterik und ihren unterhaltsamen Auswüchsen in Berührung. Wie Sie aus der Lektüre meines "Odium Quadruplum" und meiner zahlreichen Aufsätze wissen, bin ich kein Freund der Parapsychologie, der Grenzwissenschaften und der Esoterik. Ich bin ein Naturwissenschaftler der alten Schule, vom Scheitel bis zur Sohle ... womit ich schon eine Überleitung zum heutigen Thema gefunden habe: Scheitel. Doch lassen Sie mich bitte noch ein paar lehrreiche und interessante Sätze vorwegschicken, bevor ich mich in medias res begeben werde: Astrologie, Tarotkarten, Kaffeesatz, Kristallkugeln, Bohnenzählen - alles Humbug. Ich möchte Sie nicht mit einer Begründung hierzu langweilen, sondern Ihnen versichern, dass selbst ich, einer der Menschen, die am festesten mit beiden Beinen auf dieser Erde stehen, den Grenzwissenschaften ein kleines Plätzchen auf dieser Erde einräumen möchte, nicht, weil ich Auswege suche, glaube oder nicht genug zu tun habe, nein, sondern weil ich am eigenen Leib verspürt habe, dass es sowas gibt.Garantiert haben Sie auch schon von sogenannten "Rückführungen" gehört: Menschen werden in Trance versetzt und erinnern sich urplötzlich an frühere Leben. Glauben Sie daran? Ich nicht, zumindest nicht an die herkömmliche Art der Rückführung und ihre Ergebnisse. Denn ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass nicht ein einziger Mensch zurückkehrte und erzählte "Ich war ein Schlächter, ein Henker, eine Bestie in Menschengestalt"? Nein. Alle, die von früheren Leben berichten, erzählen Geschichten von Opfern:
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"Ich wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt", "Ich war ein armer Bauer, wurde erpresst und verhungerte", "Ich wurde lebendig eingemauert", etc, etc. Da muss doch was faul sein. Wo sind all die bösen Menschen früherer Zeiten? Ich habe sie ausfindig gemacht. Alles begann mit unserem Umzug nach Würzburg. Meine geliebte Heidi und ich kauften uns eine kleine bescheidene Villa am Stadtrand, mit schönem Garten und hübscher Umgebung. Gleich am ersten Tag lernten wir unsere neue Nachbarin kennen, Renate Schmidtke. Heidi hatte gleich von Anfang an ein ungutes Gefühl, während ich ... nun ja, ich bin ein Mann, wie Sie wissen. Zwar zierte Frau Schmidtke ein kleiner Damenbart, aber sowas hat mich eigentlich noch nie gestört:
Zu Beginn freuten wir uns, dass Frau Schmidtke ein sehr musikalischer Mensch zu sein schien, aber nach einigen Wochen wunderten wir uns doch sehr, aus welchem Grund sie wohl immer nur Wagner hörte. Sie war auch den ganzen Tag zuhause und als Heidi sie einmal fragte, wovon sie denn lebe, erzählte Frau Schmidtke ihr, dass sie Postkarten male, jedoch leidlich erfolgreich. Sie habe damit während ihres Gefängnisaufenthalts in Landsberg begonnen. Zumindest verdiene sie genug, um ihren jährlichen Urlaub mit ihrem Freund Egon Schwarz auf dem Obersalzberg zu finanzieren. Irgendetwas stimmte auch mit ihrem linken Arm nicht, während der rechte jedoch prächtig funktionierte. Als Heidi sich einmal ein paar Eier von Frau Schmidtke ausleihen wollte, kehrte sie betrübt zurück und meinte, Frau Schmidtke hätte nur ein einziges. Wir wären wohl niemals hinter das Geheimnis dieser Frau gekommen, wenn ich nicht mutig genug gewesen wäre, mich nackt in unserem Garten aufzuhalten. Ich buddelte gerade diese kleinen läppischen Riesenrettiche aus, als ich einen bohrenden Blick verspürte ... und tatsächlich ... Frau Schmidtke beobachtete mich mit einem Fernglas. In mir wuchs eine schreckliche Vermutung und vor meinem geistigen Auge tauchte ein zusätzliches Bild auf:
Ich erhob mich, begab mich an den Gartenzaun und sagte zu ihr, sie solle doch das Fernglas wegstecken. Ihre Antwort war so radikal wie eindeutig: "Wollt ihr den totalen Nachbarschaftskrieg?". Als ich mich nicht gleich versöhnlich zeigte, setzte sie noch eins drauf und brüllte: "Ab 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen!". Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich fügte alle Bilder zusammen:
Auf den nächsten Bildern sehen wir Frau Schmidtke mit Hund Debbie Harry und Adolf Hitler mit seinem Hund Blondie:
Die einzige Möglichkeit, heil aus dieser Sache rauszukommen, war einen Nichtangriffspakt zu schließen, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Zumindest erkannte ich durch Frau Schmidtke, dass mein nackter Anblick durchaus auch dazu geeignet war, Zeit und Raum zu vergessen und "ehrliche" Rückführungen zu veranstalten. Ich musste mir auch kein Pendel kaufen. In den folgenden Wochen und Monaten konnte ich auf diese Weise der Welt ein erstaunliches Ergebnis präsentieren: Frau Annegret L., 41 Jahre, Hausfrau, Frankfurt am Main: Ich war Joseph Stalin Olaf B., 8 Jahre, Grundschüler, Chemnitz: Ich war Jack the Ripper Herr Dietrich W., 56 Jahre, Studienrat an einer Waldorfschule: Ich war Vlad Tepes. Sarah K., 3 Jahre, Montessori-Kindergarten, Bamberg: Ich war Erich Honecker. Dr. Dr. Bernd W., 48 Jahre, kein fester Wohnsitz: Ich war Nero. Nun, meine lieben Freunde, die Liste ist natürlich viel länger, sollten Sie einen Verdacht haben, Mussolini wohne in ihrer Nachbarschaft oder ihr Kind wird von Ivan dem Schrecklichen unterrichtet, so schreiben Sie mir bitte umgehend. Ich möchte meine Sammlung des Schreckens gerne komplettieren. Ich suche z.b. verzweifelt nach den letzten drei Kreuzzüglern, die mir noch fehlen. Herzlichst Ihr Prof. Dr. Hans Hirtemann
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