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Die Bundeslade - der sagenumwobene Schrein taucht wieder auf
Angeblich soll ja das größte Heiligtum des jüdischen Volkes, die sagenumwobene Bundeslade von Zion, in der Moses die Zehn Gebote ins Gelobte Land schaffen sollte und die König Salomon angeblich im Tempel von Jerusalem aufstellen ließ, 587 durch die Zerstörung des Tempels durch die Babylonier auf zahlreiche Irrwege und Reisen gelangt sein. Bis heute bestehen viele Legenden und Gerüchte über ihren Verbleib. So vermuten manche sie im Berg Nebo in Jordanien, andere wiederum unter dem Felsendom (El-Aksa-Moschee) des Tempelberges, wieder andere glauben, sie sei unter dem Ort der Kreuzigung Christi vergraben. Es gibt auch eine Theorie, nach der sie im Nildelta irgendwo zu finden sei oder in einer Höhle bei Qumran am Toten Meer. Genauso abenteuerlich ist jene Annahme, sie würde vom Lemba-Stamm in Zimbabwe unter Verschluss gehalten. Und nicht weniger die, sie befände sich in der St. Maria Zion Kapelle von Aksum in Äthiopien. Es gibt noch etliche andere Theorien, doch lassen Sie mich eines sagen: Alles Unsinn! Denn die Bundeslade befindet sich seit 1987 in meinem Besitz. Die nun folgende Geschichte über ihr Auffinden und ihren Verbleib ist wie so viele ebenfalls meinem indizierten Werk "Odium Quadruplum" entnommen. Wegen der Brisanz jedoch möchte ich das Geheimnis der Bundeslade hier noch einmal lüften.
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Die Geschichte begann am 4.Januar.1987, einem bitterkalten Tag, der -22°C mit sich brachte. Ich befand mich gerade in unserem Garten und ging einem meiner liebsten Hobbies nach: Schneeskulpturen schaffen. An jenem Tag wollte ich ein weiteres Meisterwerk der Schneebildhauerei vollenden, Alice (meine Tochter Hannah als Modell benutzend) und ihre Freunde im Wunderland:
Ich begann gerade, die Teetafel zu formen, als mich meine liebe Frau Heidi ins Haus rief, weil mein alter Freund Jassir am Apparat war und dringend mit mir sprechen wollte (Jassir ist mein wissenschaftlicher Mitarbeiter in Palästina):
Er war sehr aufgeregt und erzählte mir, dass er auf einem seiner Hubschrauberrundflüge etwas Seltsames entdeckt habe, etwas, das er sich nicht erklären konnte. Er hatte trotz meiner Anweisungen ein Gebiet überflogen, das dem Bermuda-Dreieck sehr ähnelt, da die heissen Wüstenwinde dort so ziemlich jedes Objekt vom Himmel holen, und hatte dabei einen riesigen Krater im Boden entdeckt, den er fotografiert hatte (er nahm dazu die Hände vom Steuer). Aber ich verzieh ihm, zeigte mir doch das gefaxte Foto, dass diese Stelle nach Erforschung schrie:
Ich nahm etwas wehmütig Abschied von meiner Familie und meinen Schneefiguren, wobei mir noch ein Missgeschick passierte: aus Gewohnheit küsste ich alle zum Abschied, fror jedoch an Alice mit der Zunge fest. Leider wurde das erst zwei Stunden später von meiner Frau Heidi bemerkt, die wieder einmal ihre praktische Veranlagung beweisend, die unglückselige Verbindung mit einem Eimer heissen Wassers kappte (was jedoch Alice ein Loch in ihrem Unterleib bescherte, aber man kann ja nicht alles haben), und so erwischte ich gerade noch knapp meinen Flug. Am nächsten Morgen begann ich gleich mit meinen Forschungen und Untersuchungen:
Nach nur wenigen Stunden war mir alles klar. Ich hatte mich ja schon viele Jahre lang mit den Legenden um die Bundeslade befasst und konnte nun meine früheren Forschungsergebnisse mit den Dingen, die sich mir hier offenbarten, kombinieren: wie wir alle wissen, waren bzw. sind der Hl. Gral und die Bundeslade Gegenstände mit Schwebevermögen, nicht irdisches Gewicht oder andere profane physikalische Beschreibungen belasten sie. Der endgültige Beweis für diese Annahme besteht darin, dass ich Ihnen versichere, dass ich beim Buddeln auf etwas stieß, das, als ich es freilegte, sich flink in die Luft zu erheben gedachte, aber mit einem beherzten Griff hielt ich es fest. Sie können es auf dem linken Bild in meiner Hand sehen. Es handelt sich hierbei um die Bundeslade. Leider deformiert, aber mit meinem schon 1970 entwickelten und 1971 perfektionierten Dekompressionsverfahren konnte ich ihre Form ohne Verluste wiederherstellen:
Doch nun möchte ich erzählen, was sich damals wirklich zugetragen hat und wie es zu diesem Krater kam. Dazu möchte ich Ihnen zeigen, was ich im Innern der Bundeslade fand: zuerst einmal ein wenig Klimpergeld,
dann eine zeitgenössische Darstellung der Männer, die die Lade durch die Wüste transportierten, Moses
und seine drei besten Freunde:
Desweiteren eine Enthüllung, was es wirklich mit der Froschplage in Ägypten auf sich hatte:
Reden wir nicht über den Kinderreichtum in jenen Zeiten. Zudem, und das wird Sie am meisten interessieren, beinhaltete die Lade nicht zehn Gebote, sondern 17. Die Aussage der überzähligen sieben Gebote ist aber uninteressant, und ich möchte Sie damit nicht langweilen. Diese vier Männer waren also auf dem Weg nach Jerusalem. Moses hatte sich die Bundeslade an einer Schnur um das rechte Handgelenk gebunden, und sie schwebte über ihm. Einige Tage lang ging alles gut, dann jedoch zog ein starker Wind auf, ein enormer Sog rüttelte an den Männern, so dass bald eine heftige Windböe die Bundeslade von der Schnur riss und sie abtrieb. Was dann folgte und was auch der Grund für den "Sturm" war, möchte ich Ihnen anhand einer detailgetreuen Zeichnung verdeutlichen:
Jawohl, ein Meteor raste vom Himmel und schlug in einer gewaltigen Explosion in den Wüstenboden ein. Den vier Männern stieß nichts zu, jedoch begrub der Meteor die Bundeslade unter sich, wo sie bis zu jenem denkwürdigen Tag im Januar 1987 schlummerte. Ich kehrte am nächsten Tag schon nach Hause zurück, die Bundeslade befindet sich noch immer in meinem Besitz, sie steht im Keller und Heidi bewahrt darin ihre selbstgemachte Erdbeermarmelade auf. Herzlichst Ihr Prof. Dr. Hans Hirtemann
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