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Die Osterinseln - es gibt Rätselhafteres

Überheblichkeit, meine lieben Freunde, ist eine Untugend, die heutzutage immer mehr um sich greift. Ich möchte keineswegs bestreiten, dass es einzelne Menschen gibt, die aufgrund ihrer herausragenden Geistesgaben das Recht besitzen würden, sich über die vergeblichen Bemühungen von Laien oder anderen Wissenschaftler das ein oder andere Lächeln zu erlauben, im Gegenteil, ich lächle sogar sehr häufig. An dieser Stelle spreche ich eigentlich mehr von einer gewissen kulturellen Überheblichkeit und ich möchte Ihnen hier anhand eines Beispiel belegen, dass elementare Bestandteile unserer Feiertags- und Spielkultur gar nicht aus dem Abendland stammen.

Gleichzeitig werde ich das Rätsel der Osterinseln lösen.

 

 

 





Viele von Ihnen kennen dieses oder ähnliche Bilder und auch die Fragen, warum diese riesigen Steinfiguren von den Bewohnern der Insel aufgestellt wurden und vielleicht auch, warum die Osterinsel eben Osterinsel heißt, was, wie sie bald sehen werden, alles andere als ein Zufall ist. Letzteres Problem soll uns als erstes beschäftigen.

Die wahrscheinlich ersten Europäer, die die Osterinsel besuchten, waren Niederländer, die im frühen 18. Jahrhundert auf der Suche nach Abnehmer ihrer Kakaobohnen durch die Weltmeere segelten. Es war um die Osterzeit des Jahres 1722, als Kapitän Jacob Roggeveen an der Insel anlegte, wo er zwar seine Bohnen nicht verkaufen konnte, aber mit einer revolutionären Geschäftsidee belohnt wurde, die uns auch heute noch an diesen Feiertagen terrorisiert. Sein Einfall kam ihm beim Betrachten der Ureinwohner:

Charakteristisch für deren Äußeres sind die überdimensional langen Ohren, die auf allen zeitgenössischen Skizzen auffallen und die Roggeveen fatalerweise an ein Tier aus seiner Heimat erinnerten:

An diesen Tagen wurde nicht nur das Eiland auf den Namen Osterinsel getauft sondern auch der unselige alljährliche Kult um den Schokoladenosterhasen in die christliche Welt eingeführt. Wer sollte auch auf die Idee kommen, Ostern ausgerechnet mit Kaninchen zu verbinden ? Ich denke, dass ich auch diese Frage soeben ausreichend beantworten konnte. Aber das ist nicht der einzige wichtige Einfluss, den wir der Osterinsel verdanken. Viele Mythen ranken sich um den Sinn und Zweck der -im übrigen ebenfalls langohrigen!- Steinfiguren, die die Bewohner anscheinend über Generationen an einer bestimmten Stelle in Reih und Glied aufstellten:

Diese gleichmäßige Aufstellung wurde bisher in der Fachliteratur kaum gewürdigt, liefert aber eindeutig die entscheidenden Hinweise für die Beantwortung der Frage. Woran erinnert sie das obige Bild, liebe Freunde? Hier ein kleiner Hinweis: Schach! Ich kann mir Ihr verblüfftes Gesicht vorstellen, aber sie werden mit mir schnell übereinstimmen, sehen sie sich nur die offensichtlichen Ähnlichkeiten zwischen dem nachstehend abgebildeten modernen König und dem Original von der Osterinsel an:

Die Figuren wurden für ein überdimensionales Schachspiel benutzt, die Regeln entsprechen weitestgehend den heute noch üblichen, das obige Bild zeigt eine sogenannte polynesische Eröffnungsvariante. Die "geschlagenen" Figuren wurden konsequenterweise geköpft:

Ebenfalls im Zusammenhang mit der Osterinsel steht ein über Holland ins Deutsche überlieferter Spruch, der besagt, dass man -ursprünglich natürlich beim Schach!- dem Gegner "die Ohren langziehen" solle.

Viel Erfolg bei diesem Vorhaben wünscht Ihnen

Ihr Prof. Dr. Hans Hirtemann