|
|
||
|
Shakespeare - Das "unbekannte" Genie?
Seltsam undeutlich und rätselhaft erscheint dem Rest der Welt der Schöpfer unsterblicher Gestalten der Weltliteratur wie Hamlet, Romeo und Julia oder Macbeth. Normalsterbliche umwoben Person und Werk dieses literarisch ungeheuer produktiven Geschöpfes mit zahllosen Mythen und Verschwörungstheorien, auf die ich mangels Substanz gar nicht näher eingehen möchte, nein, ich möchte gleich dort beginnen, wo es weh tut. Ausgangspunkt dieser meiner sagenhaften Entdeckung war ein Abend im März des Jahres 1995, als meine liebe Heidi und ich uns in unserem erholsamen Hirmapool einem sehr lieben Hobby von uns widmeten: dem Synchronschwimmen. Aufgrund physischer Gegebenheiten meinerseits führen wir unsere Kür immer mit gehörigem Abstand aus, was aber der Eleganz und dem Ausdruck keinen Abbruch tut. Heidi hatte wieder einmal, nennen wir es im Soge des nun folgenden Ehrfurcht gebietenden Artikels, "Wasser" geschluckt, was sie immer unglaublich munter und rege macht. Bei einer sehr anspruchsvollen Figur, dem dreifach geschwungenen Hirtemann nämlich, rief sie aus: "Is this a dagger which I see before me?". Nach einem kurzen organisch orientierten Gegenbeweis verspürte ich den Drang, mich in meine Bibliothek zurückzuziehen und die Werke des Mannes, dessen Satz mir gerade ein großes, wenn auch nicht seltenes Vergnügen beschert hatte, zu studieren. Ganz nebenbei deckte ich auch damit seine wahre Identität auf und den Hintergrund seiner Werke.
|
|
|
|
William Shakespeare (1564-1616) war, wie wir alle wissen, Londoner Schauspieler und Theaterleiter. Hier ein zeitgenössisches Portrait von ihm:
Sofort ins Auge sticht, dass Kopf und Körper scheinbar voneinander getrennt sind, bei näherem Hinsehen wird einem das Gefühl vermittelt, William Shakespeares Kopf wird auf einem Tablett serviert. Denken Sie nach! An welche bekannte Person erinnert das selbst einen wenig gebildeten Mann? Richtig, an Johannes, den Täufer. Beschäftigen wir uns nur mit dem Namen: Johannes. Hierbei handelt es sich um eine Abart des Namens Hans, welcher, wie Sie wissen, durch meine Existenz geadelt wird. Ein Verdacht wuchs in mir und ich begann, mich eine halbe Stunde mit ausgedehnter Genealogie zu beschäftigen. Nach kurzer Zeit hatte ich herausgefunden, dass die Hirtemanns mehrere bedeutende Familien im England des elisabethanischen Zeitalters gestellt hatten. Wie es auch heute noch Tradition ist, trägt ein männlicher Hirtemann den Vornamen Hans entweder an erster oder zweiter Stelle. Doch Shakespeare war kein Hirtemann, lassen Sie mich meine Ausführungen fortsetzen. Die elisabethanischen Hirtemannschen Vorfahren waren als Hyrthemans, Hirthemans, Hirtheways, Hyrthaways, Hyrtheways, Hirthalots, Hyrthelots, Hirthlowes, Hyrthamons, Hyrthecons, Hirthleys, Hyrtheleys, Hirthages, Hyrthages, de Hyrthes oder de Hirths bekannt und stellten nahezu den ganzen Adel. Da Bescheidenheit jedoch schon immer eine Hirtemannsche Zier war, ließen sie kommentarlos Beugungen ihres Namens durch das gemeine Volk zu, welche sich in folgenden Beugungen niederschlugen: Hathman, Herthman, Hathaway, Hethaway, Herthway, Hathalot, Hethalot, Hathlow, Hathmon, Hathcon, Hathley, Herthley, Hathage, Hethage, de Hath oder de Herth. Von größerer Bedeutung waren allerdings nur die Familien Hathalot, welche bedeutende Geschäftsleute stellten und für ihre Wucherpreise bekannt waren, und Hathaway. Und diese Familie ist es, auf die wir uns nun konzentrieren werden. Dem mittelmäßig Gebildeten wird bekannt sein, dass Shakespeare im Alter von nur 18 Jahren heiratete. Seine Frau hieß: Anne Hathaway. Er lernte dieses bezaubernde Mädchen auf dem Markt von Stratford-upon-avon kennen, und der Anblick, wie geschickt sie mit Gemüse umging, nahm ihn umgehend gefangen:
Am selben Abend noch suchte er ihr Zuhause auf, um um sie zu werben, ihm mag es nicht aufgefallen sein, aber wir wissen um die bevorzugte Hirtemannsche Architektur, die wegen ihres organischen Charakters gerade heute wieder sehr im Kommen ist:
Anne Hathaway war eine Hirtemann mit Leib und Seele, schon in der zweitägigen Hochzeitsnacht wurde William klar, was ihn erwartete. Es wurde ihm auch danach nichts geschenkt. Nun dauerte es nicht lange, bis die Angehörigen und Freunde sich zu wundern begannen, weshalb William immer so blass und erschöpft wirkte, Diskretion war in dieser Zeit eine hohe Tugend und so musste sich Anne eine Erklärung einfallen lassen. "Er schreibt Theaterstücke" pflegte sie zu sagen "er schreibt die ganze Nacht und den ganzen Tag". Um dieser Aussage zu Glauben zu verhelfen, setzte sich Anne in Hirtemannscher Manier eine Stunde oder auch zwei hin und verfassste die uns allen bekannten Werke. "Romeo und Julia" in den Flitterwochen, "Viel Lärm um nichts", als William sie einmal beschuldigt hatte, dem Milchmann schöne Augen gemacht zu haben, "Macbeth", als sie mit ihren drei Nachbarinnen Streit hatte, und viele, viele Sonette, in Zeiten ruhigen und netten Zusammenlebens. Hier ein typisches Bild, William nach dem anstrengenden und Anne vor dem schöpferischen Akt:
Das alles wäre der Welt verborgen geblieben, wenn, ja wenn nicht Anne nach dem Tode ihres Gatten diesen kleinen verborgenen Hinweis auf den Namen "Hans" in das von ihr in Auftrag gegebene Gemälde hätte einbauen lassen. Mein Großvater Theodor H. Hirtemann nannte derartiges Gebaren die "angeborene Hirtemannsche Authentizitäts- und Smagoreal-Prophylaxe", welche er auf Chromosom 14 vermutete. Nachtrag: Von vielen Theaterstücken und Sonetten existieren zwei Versionen, Williams Beitrag zu "seinem" Werk bestand darin, eine von beiden auszuwählen. Als kleines Dankeschön an meine treuen Freunde, Bewunderer und Anhänger möchte ich an dieser Stelle zum ersten Male die zweite Version des sehr geschätzten Sonetts XVIII veröffentlichen, welches bald auch als Audiofile verfügbar sein wird: Shall I Compare Thee, (Sonnet XVIII) by "William Shakespeare" Shall I compare thee to a Winter's day? Thou are much colder and more delicate: Rough winds shall break the darling buds of May, And Winter's breate hath all too short a date: Sometime too cold the eye of winter shines, And often is a bright reflexion dimm'd; And every dark from dark sometime declines, By chance or winter's changing course untrimm'd: But thy eternal Winter shall not fade Nor lose possession of that dark thou ow'st; Nor shall Life brag thou wander'st in his shade, When in eternal lines to time thou grow'st: So long as thou can breathe, or I can see, So long lives this, and this gives life to me. Man beachte das geschickt angebrachte "hath", das auf den Namen Hathaway hinweist, und in jedem Drama, jedem Sonett meist mehrmals auftaucht. Herzlichst Ihr Prof. Dr. Hans Hirtemann (Urururururururururururururenkel von Anne Hathaway)
|
|